Hefaclub
  "Schwedenspiele"
  Länderspiel in Göteborg
  Rückspiel in Stuttgart
 
 
Ausflug nach Göteborg vom 27. - 30.07.2006!

Treffpunkt zur gemeinsamen Abfahrt zum Flughaben Frankfurt/Hahn war am
27.07.2007 in Plieningen auf dem Parkplatz der Wilhelmspflege.
Treffpunkt: 09:45 Uhr
Abfahrt: 10:00 Uhr
Kleines Häppchen für die Fahrt besorgt Werner
10:20 - 10:30 Abholung Dieter und Werner in Zuffenhausen
Anschließend Fahrt nach Frankfurt/Hahn
Abflug: 15:15 nach Göteborg
 
Wenn 16 eine Reise tun.

Göteborg, wir kommen.

Jahrelang diskutiert. Immer wieder Anläufe. Energisches Nachfassen unseres Freundes Jaak. Und es wurde Wirklichkeit: Der Hefaclub hat sich entschieden die Strapazen einer Nordlandreise auf sich zu nehmen. Nicht zuletzt auch deshalb, weil sich unser "junges" Mitglied Marijan heftig dafür eingesetzt hat. Flüge ausfindig zu machen, zu buchen und das Geld zu sammeln. Wer den Hefaclub kennt weiß, dass das nicht so einfach ist.

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Aber dann ist es soweit. Ein flugängstlicher, Edi und zu seiner Begleitung Manne, machen sich bereits am 26.07. auf den Weg. Per Auto über Oldenburg bzw. Gremersdorf, Übernachtung im Hotel "Zum grünen Jäger". Am nächsten Tag weiter über Putgarden, Rödby und Kopenhagen, Öresundbrücke nach Göteborg.

Der Rest der Mannschaft trifft sich zur beschwerlichen Anreise nach Hahn in Plieningen und trotzt der heißen Witterung auf einer ca. 3-stündigen Fahrt. Wir kommen alle in den Genuss des sparsamen Services von Ryanair, der seinen vorläufigen Höhepunkt beim Gepäckabhol-Clinch auf dem Göteborger Flughafen erreicht: Jeder Passagier darf sein Gepäck selbst vom Gepäckwagen runterzerren, falls er dran kommt.

Die meisten werden durch das komfortable Ambiente ihres Radisson-Hotels entschädigt, in der Innenstadt Göteborgs. Drei Kameraden ziehen eine gegenüber liegende Jugendherberge, die sich als Hotel ausgibt, vor. Allein Edi hat sich vorab die Gastfreundschaft Jaaks gesichert und trohnt hoch über den Dächern Göteborgs im gemütlichen Penthouse des Gastgebers. Ein leckeres Abendessen im Restaurant Lipps, das bequem bei einem Bummel durch die Innenstadt erreicht wird, bildet den Höhepunkt dieses Tages. Dass einige Kameraden die Abrechnungsmodalitäten hinterher, als kurzweiliges Abendunterhaltungsprogramm empfunden Haben sollen, ist allerdings ein Gerücht.

Aber wir sind ja nicht zum Vergnügen hier. Daher geht es am nächsten Morgen, bereits um 10:00 mit einer rund 2-stündigen Stadtrundfahrt weiter. Das Schöne daran: sie findet per Boot statt und die Erklärungen werden in perfektem Deutsch geliefert. Geschmälert wird der Spaß am Morgen durch die leidige Tatsache, dass durstige Schweden offensichtlich Edis Biervorräte im Auto entdeckten und sich dieser, durch Einschlagen der Scheibe, bemächtigt hatten. (So viel Aufwand für 2x24 Dosen deutsches Bier!) Bei einem Besuch in der Fischmarkthalle spülen wir den Ärger runter und lassen uns mit kiloweise Krabben verköstigen.

Genug des Vergnügens, der Nachmittag ist für den eigentlichen Grund der Reise reserviert: Fußballländerspiel: Schweden : Deutschland.

Bevor die Fußballstiefel geschnürt werden, dürfen sich die Golfer austoben. Aber dann ist es soweit, auf den Gelände von Gais Göteborg, ein Verein der ersten Liga, treffen die Giganten aufeinander. Unter der Leitung von Teammanager und Trainer Manne Wagner tritt die Mannschaft in folgender Besetzung an. Tor: Edi/Hubert, Verteidigung: Martin, Didi, Mittelfeld: Emil, Wolfi, Klaus, Marijan, Sturm: Wolfgang 3, Thomas, Werner/Bruno.

Anstoß: 17:30, nach 8 Minuten steht es 4:0 für Schweden. Deutschland zollt den Reisestrapazen und dem ungewohnte Platz Tribut. Ein Torwartwechsel, Edi räumt entnervt für Hubert seinen Platz, bringt zeitweise die erhoffte Wende. Zur Halbzeit ein erträgliches 5:1. In die zweite Halbzeit geht Deutschland zuversichtlich. Aber leider hat sich der Hoffnungsträger Wolfgang 3 eine Knieverletzung zugezogen. Es mangelt an Durchschlagskraft und teilweise auch an der Technik.

Die wird auf Schwedens Seite deutlich demonstriert. Vor allem durch einen ehemaligen A-Nationalspieler, der seine Gegner schwindlig spielt. Trotzdem erzielen wir ein respektables Endresultat: mit 11:6 trennen sich die Mannschaften. Bei einer zünftigen schwedischen Jause wird auf die deutsch-schwedische Kameradschaft angestoßen. Nette Gespräche und inhaltsschwere Tischreden begleiten den Abend. Wer jetzt noch nicht genug hatte stürzte sich in Göteborgs Nachtleben. Kaum zu glauben, dass sich hier einige bei Rockn`Roll und sonstigen Tänzen wieder auf ihre unglaubliche Kondition verlassen konnten. Möglicherweise Dank des schwedischen Frauenüberschusses, der offensichtlich hoch motivierte. Beim Night-Cup an der Radisson-Bar konnten tatsächliche- und Fast-Eroberungen ausgiebig diskutiert werden.

Der Samstag ist der Insel Marstrand gewidmet. Morgens um 9:30 startet das Boot zur 3-stündigen Anfahrt auf die legendäre Ausflugsinsel der Göteborger. Bei traumhaftem Wetter genießen wir die Fahrt durch die wunderschöne Schärenlandschaft. Was uns erwartet ist eine Bilderbuchinsel. So hatten wir uns Astrid Lindgrens Schweden immer vorgestellt. Ferienhäuser aus Holz im Zuckerbäckerstil, unzählige Segelboote, kein Wunder es gab ja eine Regatta. Und das Meer war sogar noch so warm, dass einige der Versuchung hinein zu springen nicht widerstehen konnten. Mit leckeren Krabben oder sonstigen Fischköstlichkeiten wurde der Appetit gestillt. Aber auch Kaffee und Kuchen kamen nicht zu kurz. Was zu kurz kam, war der Aufenthalt auf diesem wunderschönen Fleckchen Erde. Das bestätigten auch unsere Golfer, die am Vormittag die sportliche Ehre des Hefaclub, bei einem deutsch/schwedischen Duell, mit einem Unentschieden beenden konnten. Die Krönung des Tages: Ein Shellfish-Dinner im renommiertesten Fischlokal Göteborgs dem "Raikon". Wer bisher vor Muscheln und Schalentieren Abstand genommen hatte, wurde hier bekehrt. (Wenn Frieder das gewusst hätte, wäre er wahrscheinlich bei seinem München-Termin nicht erschienen.) Dieser kulinarische Genuss konnte nur noch durch ein ausgiebiges Biergelage in Götborgs berühmtesten Pub: "The Bishops Arms", gewürdigt werden. Den erreichten wir nach einem strammen Fußmarsch. Bei dem wir uns an endlosen Schlangen vor den Geldautomaten vorbei kämpfen mussten. (Den Schweden geht offensichtlich samstagabends immer das Geld aus oder sie nutzen das Wochenende um die Zinsen für den Überziehungskredit zu sparen?) Nachdem sich, um diese Uhrzeit, keiner mehr an den Bierpreisen störte, wurden die 16 berühmten Bierzapfhähne heftig gefordert. Edi durfte so gegen 1:15 nur über die Straße fallen, die anderen Kameraden nutzten den Heimweg zur teilweisen Ernüchterung und "Entlüftung".

Sonntag 30.07.06, ein letztes ausgiebiges schwedische Frühstück, ein Stadtbummel mit Besichtigung des Hafens und Besteigung des Lipsticks (ein Gebäude, das von weitem so aussieht wie einer). Edi und Manne sind bereits, seit 9:30 im sorgfältig verklebten Auto, auf dem Heimweg. Das Häuflein der 16 Aufrechten trifft sich, nach einem kleinen Irrweg im Busbahnhof. Jaak lässt es sich nicht nehmen uns zu verabschieden. Wir genießen noch einmal das unglaubliche Ambiente des Göteborger Ryanair-Flughafens, stören uns auch nicht mehr am perfekten Komfort im Flieger und landen glücklich in Hahn. Unsere 2 Fahrer Thomas und Marijan bringen uns flott und sicher nach Hause. Das Auto-Team: Edi/Manne landet wenig später ermattet in Ludwigsburg und Sillenbuch.

Darüber sind sich alle Teilnehmer einig: Göteborg war sicher wieder ein Highlight in der wechselvollen Geschichte der legendären Hefaclub-Ausfahrten!

Autor: Edi (mit ein wenig Beihilfe von Werner)

 

 

 

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